Neue Spamwelle – Du wurdest abgemahnt!
Eben gerade sind bei mir 4 Spam-Mails eingegangen von der Adresse “mahnung@minister.com”.
Der Titel dieser Emails lautet “Mahnschreiben 01893-AZ”.
Alleine der Absender + Titel sind ja schon der Hit, aber beim genaueren Betrachten der E-Mail musste ich sogar anfangen zu lachen ![]()
Ich wurde angeblich von “Universal Music” abgemahnt da ich Illegal Downloaden soll.
Die gesamte E-Mail gibt es für euch hier:
Sehr geehrte Damen und Herren,
laut Untersuchungen Ihrer IP Logs, hat unserer Mandant “Universal Music” festgestellt, dass Sie häufig urheberrechtlich Geschützes Material in Form von Musik heruntergeladen haben.
Da dies gegen das Urheberrecht verstößt, bitten wir Sie ein Mahngeld in Höhe von 50€ an uns zu zahlen.
Wenn Sie dieses Geld bezahlen, entgehen Sie einem Mahnverfahren und einem Gerichtsprozess (Urheberrechts Verletzungen sind kein Kavaliersdelikt).
Sollten Sie den ausstehenden Betrag jedoch nicht begleichen, sind wir gezwungen ein Mahnverfahren gegen Sie zu eröffnen.
Durch diese kommen Anwalts -und Gerichtskosten auf Sie zu. Zudem haben Sie dann eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Gefängnisstrafe zu erwarten.
Mit welcher Strafe Sie zu rechnen haben, hängt davon ab, ob Sie bereits vorbestraft sind.
Ich bitte Sie binnen 3 Tagen eine Mail mit folgendem Inhalt an die E-Mail mahnung@minister.com zu senden:
- 50€ in Form von Paysafecard (diese ist an jeder deutschen Tankstelle erhältlich, nähere Infos dazu auf: http://www.paysafecard.com/at/privat/paysafecard-erwerben/verkaufsstellen/
(dieses Bezahlverfahren verwenden wir, damit Sie sicher stellen können, dass wir keiner weiteren persönlichen Daten von Ihnen sichern, um diese gegen Sie zu verwenden.
Sobald der 16-Stellige Paysafecard-Code eingetroffen ist, erhalten Sie natürlich binnen 24 Stunden eine bestätigung, dass keine weiteren rechtlichen Schritte, gegen Sie unternommen werden.)
- Eine Unterlassungserklärung, in der Sie bestätigen in Zukunft keine Urheberrechtsverletzungen zu begehen (dadurch entgehen sie einmalig als erst Täter einer höheren Strafe)
Die von Ihnen zu zahlende Gesamtforderung setzt sich wie folgt zusammen:
Grundforderung unseres Mandanten: 24,79 Euro
vorgerichtliche Inkassogebühren: 21,00 Euro
vorgerichtliche Inkassoauslagen: 4,21 Euro
———————————————————
noch offener Gesamtbetrag (Stand: 10.06.2010): 50,00 Euro
Der geltend gemachte Betrag in Höhe von 50,00 Euro ist innerhalb der nächsten 3 Tage unter Angabe des Aktenzeichens “01893AZ” an uns per Email zu zahlen.
Nach Ablauf dieser Frist werden wir uns die Forderung abtreten lassen und ein gerichtliches Mahnverfahren gemäß §§ 688 ff. ZPO gegen Sie einleiten, wodurch erhebliche Kosten für Gericht und Anwalt, nötigenfalls auch Vollstreckungskosten für den Gerichtsvollzieher, entstehen.
Zudem riskieren Sie bei Durchführung eines gerichtlichen Vollstreckungsverfahrens auch den Verlust Ihrer Kreditwürdigkeit durch Eintragung in das amtliche Schuldnerverzeichnis, was für Sie zu erheblichen Schwierigkeiten führen kann, z.B. bei der Bestellung von Waren oder dem Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrages. Zahlen Sie deshalb in Ihrem eigenen Interesse innerhalb der gesetzten Frist.Mit verbindlichem Gruß
grevenreuth, Abteilung Mahnbescheid
Grevenreuth AG
Registriert und zugelassen vom Präsidenten des Amtsgerichts Osnabrück
nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 RDG
Also 1. mit einer PaySafeCard Mahngebühren zu zahlen ist ja schon mal der Witz ³!
Dann der Absender, die Signatur, die Frist und keine genaue Ansprache sind dann noch die Krönung!
Also aufgepasst und nicht so leichtgläubig sein!
NIEMAND mahnt jemanden per E-Mail ab wenn kommt ein solches Schreiben per Post vom Anwalt
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Tobi am 13. Juli 2010 um 20:36 veröffentlicht und unter Interessantes, Lustiges abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |







vor 1 Monat
Schon ein komisches Schreiben, fast schon eine Erpressung.
Aber warum sollte eine Abmahnung nicht auch vorab per Mail zustellt werden? Eine postalische Zustellung kann doch erst immer am nächsten tag folgen.
vor 1 Monat
Ja, das kann auch gar kein Gültiges Schreiben sein.
Erstens, die “AG” gibt es nicht, Mahnungen kommen NIEMALS per E-Mail, und Anwälte werden nicht mit der PaySafeCard bezahlt.
Auch der Absender ist schon recht Lustig
Zumal es minister.com nur als Werbeseite gibt.
vor 1 Monat
Haha wie geil, danek für diesen “köstlichen Post”. Allein die Rechtschreibung lässt zu zweifeln, dann verstärken die Paysafe-Karten (ich musste schmunzeln) das Misstrauen noch mehr. Was ich am kuriosten fand, waren die Preise im Bezug auf die “Mahnung”
“häufig urheberrechtlich Geschützes Material” – Und dann nur?! 50 Euro Strafe bzw. 24,79 € lol?
Naja, es gibt immer neue Tricks, sonst würde es ja langweilig werden oder nicht?
vor 1 Monat
Ja, aber das Problem ist wenn nur sagen wir 100 Leute darauf rein fallen haben die schon 5000€ gemacht, und so viele E-Mail raus gehen werden da bestimmt sehr viele mehr drauf rein fallen.
vor 1 Monat
LOL Eine ähnliche Email habe ich auch bekommen! Der Unterschied: meine Email kam von einer Anwaltskanzlei, deren Emailaccount gehackt wurde.
Gruß
Andrea