.. klingt komisch oder? Der Programmierer Pippin Barr macht es möglich, denn er entwickelte das Spiel “The Artist is present”, bei welchem die Hauptaufgabe es ist, einfach nur stundenlang in der Schlange zu stehen, um schließlich virtuell auf einen Holzstuhl Platz nehmen zu können. Das ist kein vorgezogener Aprilscherz oder ähnliches! Man steht wirklich einfach nur stundenlang virtuell in einer Menschenschlange und macht währenddessen rein gar nichts. Wer versucht zu mogeln, um sich ein paar Plätze nach vorne zu drängeln, wird anschließend bestraft und muss sich erneut anstellen.
Ein kleiner Rückblick: Im Februar 2010 setzte sich die Künstlerin Marina Abramovic im New Yorker Museum of Modern Art für 75 Tage schweigend auf einen Holzstuhl. Gegenüber von Ihr standen ein Holztisch und ein weiterer Holzstuhl, welcher für die Museumsbesucher gedacht war damit diese für den Augenblick ein Teil der Kunst werden konnten. Viele Museumsbesucher waren neugierig und angetan von dieser Art Kunst, wodurch täglich eine lange Menschenlange entstand. Mehrere Stunden Wartezeit musste man hier einplanen.
Das Spiel “The Artist is present” soll sich laut Barr stark am echten Leben orientieren: “Die Aktion bot viele Aspekte, die sich dafür anbieten, in ein Spiel übertragen zu werden – besonders die Idee des Wartens auf eine sehr subjektive Belohnung. Das Spiel ist definitiv kein Shooter, sondern ein Waiter.”
Das Browsergame selbst findet ihr unter pippinbarr.com. Der Haken: Das virtuelle Museum hat die gleichen Öffnungszeiten wie das Original: Dienstags geschlossen, Mittwoch bis Montag jeweils geöffnet von 16.30 bis 23.30 Uhr deutscher Zeit.


